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Gefäßuntersuchung ohne Kontrastmittel

In der letzten Zeit häufen sich bei uns contergangeschädigten Menschen Gehirnschläge, Schlaganfälle, Herzinfarkte etc. Hierdurch sind viele von uns sehr verunsichert. Das Thema Gefäßschädigung taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf.

Eine Untersuchung der Gefäße ist möglich und wird auch durch die „Contergan-Stiftung“ bezahlt (vorherige Antragstellung ist erforderlich).

An dieser Stelle möchten wir darauf aufmerksam machen, dass außer der bekannten Gefäßuntersuchung, bei der ein Kontrastmittel gespritzt werden muss, auch die Möglichkeit einer Untersuchung ohne Kontrastmittel besteht. Diese erfolgt in einem MRT-Gerät (3-tesla-mrt).

Sollen hierbei alle Gefäße des Körpers kontrolliert werden, besteht die Untersuchung aus drei Teilen (Bereich Beine, Rumpf und Kopf). Jeder Bereich beansprucht ca. 30 Minuten. Während dieser Zeit muss man absolut still liegen. Bei der Untersuchung des Rumpfes werden Anweisungen zur Atmung gegeben (dies ist auch für gehörlose Menschen möglich). Sollte jemand nicht so lange liegen können, besteht die Möglichkeit die Untersuchungen auf mehrere Termine zu verteilen.

In einem Vorgespräch können Verfahrensweise, Besonderheiten und eventuelle Unsicherheiten hinsichtlich der Untersuchung abgeklärt werden. Für den Antrag bei der Contergan-Stiftung benötigt man einen entsprechenden Kostenvoranschlag, den man ebenfalls im Vorgespräch erbitten kann.

Birgitt Schlößer (Vorstand) hat ihre Gefäße auf diese Art bereits in Bonn (Gemeinschaftskrankenhaus St. Petrus) untersuchen lassen und steht für weitere Rückfragen hierzu gerne zur Verfügung.
Sie ist unter:
Telefon 0228/34 34 14 oder E-Mail: schloesser@contergan-nrw.eu
zu erreichen.

Hier die Kontaktdaten zum:

Gemeinschaftskrankenhaus St. Petrus in Bonn:
PD Dr. med. Jochen Textor - Chefarzt Radiologie, Interventionelle und Neuroradiologie - Ärztlicher Direktor
Bonner Talweg 4-6, 53113 Bonn
Tel.: 0228/506-2441 (Sekretariat)
E-Mail: j.textor@gk-bonn.de
Internet: http://www.gk-bonn.de

Herr Dr. Textor weist zudem noch auf folgende Punkte hin:

 • Das Untersuchungsprotokoll ist bisher nicht wissenschaftlich evaluiert – Informationen über die tatsächliche Häufigkeit von Gefäßerkrankungen oder      Gefäßfehlbildungen liegen ihm bisher noch nicht vor.

• Zweck der Untersuchung ist neben dem Nachweis pathologischer Veränderungen auch eine Information über Zugangsmöglichkeiten in Notfallsituationen zu erhalten    (z.B. Herzinfarkt).

• Einzelne Gefäßregionen (Beine, Bauchraum, Hals) sind auch einer Ultraschalluntersuchung zugänglich.

Hier gibt es die Infos auch als PDF zum download